Online-Fachtag | Das Schutzkonzept ganz praktisch – Der Weg ist das Ziel

|   Termin

Dienstag, den 05.10.2021 09:00 bis 16:30 Uhr, online via zoom

Was erwartet Sie?

Bei diesem digitalen Fachtag wollen wir mit euch Methoden zur Erstellung und Umsetzung des einrichtungsbezogenen Schutzkonzeptes kennenlernen und ausprobieren.

Nach einem Fachimpuls aus der Praxis zur Umsetzung und zur Etablierung von Schutzkonzepten, erlebt ihr methodenreiche Workshops zu folgenden Bausteinen: Sexualpädagogik, Kinderrechte und Beteiligung, Beschwerde und Verhaltenskodex.

Programmablauf

09.00 Technischer Check-in

09.30 Eröffnung des Tages

09.45 Fachimpuls aus der Praxis

10.30 Pause

11.00 Workshoprunde 1

12.30 Mittagspause

13.30 Workshoprunde 2

15.00 Pause

15.15 junge Menschen erzählen

16.00 Unterstützungsstrukturen kennenlernen

16.30 Ende

Bei diesem Fachtag können ihr einen Workshop wählen, welche durch die Mittagspause unterbrochen wird. Bitte gebt eure Workshopwahl bei der Anmeldung mit an.


Workshop 1 Sexuelle Bildung - Ja bitte! Sehr gern! 

Die sexuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist geprägt durch Neugier, Grenzerfahrungen, lustvolles Erleben und Ausprobieren, Identitätsfindung, Adoleszenz - fortwährende Umbauphasen, welche Körper und Geist umfassen. Junge Menschen, egal welcher Herkunft und Sprache, in allen Lebensphasen zu sexualitätsbezogenen Themen zu begleiten, ist eine besondere Herausforderung für beide Seiten - Heranwachsende und Fachkraft.

Sexualpädagogik ist ein wichtiger Baustein in der Prävention von (digitaler) sexualisierter Gewalt. In dem Workshop werden sprachfördernde, beteiligungsorientierte, sexualpädagogische Methoden und Materialien für unterschiedliche Zielgruppen vorgestellt und ausprobiert. Diese machen Lust sich mit dem Thema zu beschäftigen: einzusteigen, tiefer einzutauchen und dranzubleiben.

Referent*innen: Antje Schulz, Trude e.V. - Verein gegen sexualisierte Gewalt und für sexuelle Selbstbestimmung und Anja Müntzenberg, AGJF Sachsen e.V.

Workshop 2 „Das ist unser Haus“ – Schutzkonzepte mit Kindergarten- und Grundschulkindern lebendig gestalten

Kindern von klein auf einen achtsamen Umgang sowohl mit den eigenen Gefühlen und Grenzen als auch denen der anderen Menschen vorzuleben und so das Miteinander aktiv zu gestalten, erfordert neben strukturellen Voraussetzungen und methodischen Kompetenzen letztlich auch ein Bekenntnis. Im ersten Teil des Workshop schauen wir auf die Theorie, den gesetzlichen Rahmen und in best practice Beispiele und laden Sie am Nachmittag herzlich ein, in Ihre Praxis zu schauen und mit uns Methoden zu erproben.

Referent*innen: Anna Jakoby und Alexander Gans, DKSB Landesverband Thüringen e.V.

Workshop 3 KINDERgeRECHT – Voraussetzung für das Schutzkonzept

Die Kinderrechte sind Voraussetzung für die Erarbeitung und die Umsetzung eines Schutzkonzeptes und Grundlage jedes Bestandteiles. Um ein Schutzkonzept zu erstellen und vor allem zu leben, ist es zwingend, sich mit den Kinderrechten auseinanderzusetzen. Dieses Auseinandersetzen geht über das Kennen der einzelnen Artikel hinaus. Vielmehr muss es gelingen, Kinderrechte in der pädagogischen Praxis erfahrbar zu machen, sie im Alltag zu leben und das Erlebte gemeinsam zu reflektieren.
Neben den kinderrechtlichen Grundlagen stellen wir Ihnen einfache und praxisnahe Methoden für die Arbeit mit den Kindern aber auch für die eigene Reflexion vor. Gemeinsam schauen wir, wo sich die Kinderrechte im Schutzkonzept wiederfinden und wie sie diese in ihrer Einrichtung besser umsetzen können. Gern treten wir mit Ihnen in den Austausch und freuen uns über Ihre Erfahrungen, Praxisberichte und Ideen.

Referent*innen: Susann Pruchnik, DKSB Ortsverband Leipzig e.V. und Peggy Radtke, DKSB Landesverband Sachsen e.V.

Workshop 4 Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Schutzprozess

Ein wesentlicher Pfeiler des Schutz von Kindern und Jugendlichen in Organisationen ist die Schaffung einer Beteiligungskultur. Beteiligung im Schutzprozess bedeutet gelebte Beteiligungsmöglichkeiten für alle spürbar und im Alltag der Kinder und Jugendlichen elebbar zu machen. Es gilt, sie in ihrem Selbstbewusstsein und in ihren Selbstwirksamkeitsüberzeugungen zu stärken und sie darin zu befähigen, sich selbstsicher im Alttag mit anderen Kindern und Jugendlichen, Erwachsenen und auch mit Professionellen auseinandersetzen zu können und dient letztendlich auch ihrem Schutz vor Machtmissbrauch und Gewalt in Institutionen.

Nach einem kurzen Impuls zu Beteiligung als pädagogisches Grundverständnis und Beteiligung bei der Erstellung eines Schutzkonzepten sollen in unserem Seminar verschiedene Methoden ausprobiert und ein fachlicher Austausch ermöglicht werden.

Referent*in: Stefanie Reibling, Kinder- und Jugendring Sachsen e.V. und Elena Schweiker, Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung

Workshop 5 Beschweren, aber richtig!

Aus der bisherigen Erfahrung wissen wir, dass gelingende Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren zu konzipieren und umzusetzen, ein nicht immer leicht umzusetzender fachlicher Anspruch ist. Häufig ist es für die Einrichtungen nicht einfach, neben den alltäglichen Herausforderungen und der Aufgabenfülle die Themen Partizipation und Beschwerde voranzutreiben und etwaige Stolpersteine zu überwinden.

Inhaltliche Schwerpunkte liegen im Workshop auf einer fachlich-rechtlichen Einordnung des Themas, auf der Darstellung bisheriger Erkenntnisse aus der Praxis des Kinder- und Jugendhilferechtsvereins sowie der gemeinsamen Diskussion und des Erfahrungsaustauschs.

Referet*innen: Elsa Thurm und Henriette Grapentin, Kinder- und  Jugendhilferechtsverein e.V.

Workshop 6 Sorry, was ist noch mal - ein Verhaltenskodex?

Sie sind schon relativ weit mit Ihrem Schutzkonzept oder wollen als Erstes den Verhaltenskodex entwickeln? Leider fehlt Ihnen noch die passende Idee, wie sie diesen mit Ihrer Projektgruppe oder Ihrem Team entwickeln können. Dann sind Sie in diesem Workshop genau richtig.

Wir werden mit Ihnen gemeinsam auf bereits gelungende Verhaltenskodexe schauen und mit Ihnen Methoden ausprobieren, wie Sie einen Verhaltenskodex entwickeln können, der auf Ihre Einrichtung passt.

Also, scheuen Sie sich nicht, bringen Sie gern auch Ihre Ideen mit, so dass wir daran weiterarbeiten können. Letztendlich werden Sie eine Idee davon haben, wie Sie diesen entwickeln und umsetzen können.

Referent*innen: Anne Marung und Katja Sturm, DKSB Landesverband Sachsen e.V.


Für wen ist der Fachtag?

Alle, die sich bereits mit dem Prozess der Schutzkonzepterstelltung beschäftigt haben und methodisches Handwerkzeug für die Umsetzung kennen lernen wollen.

Was ist unser Ziel mit euch?

  • Methoden zur Umsetzung des Schutzkonzeptes kennenlernen und ausprobieren
  • Methoden sind sofort anwendbar für Team und die Kinder, Jugendlichen und Eltern, mit denen Sie arbeiten

Teilnehmendenbeitrag: 45,00 Euro

Wir freuen uns auf Euch.

Für Fragen stehen wir gern zur Verfügung.
Ansprechpartnerin: Katja Sturm
Tel.: 0351 / 4242009
E-Mail: sturm(at)kinderschutzbund-sachsen.de

Der Fachtag wird durchgeführt durch: AGJF Sachsen e.V., Kinder- und Jugendring Sachsen e.V. und Deutscher Kinderschutzbund Sachsen e.V.

 

Anmeldung

 

Gemaltes Bild mit Haus und Baum