Projekt Jugendgerechtigkeit als Standortfaktor

Jugendbeteiligung ist eine komplexe Herausforderung

Mit unserem Projekt "Jugendgerechtigkeit als Standortfaktor. Durch Jugendbeteiligung Kommunen stärken." unterstützen wir Akteure aus Politik, Verwaltung, Schulen, Jugendtreffs und Vereinen auf kommunaler Ebene, Landkreis-Ebene und Landesebene durch Beratung, Qualifizierung und Vernetzung bei der Entwicklung von Jugendbeteiligung.

Die Beteiligung von jungen Menschen ist gelebte Praxis in vielen Jugendverbänden und Stadt- und Kreisjugendringen. Wir wollen unsere guten Erfahrungen nutzen, um jungen Menschen auch an anderen gesellschaftlichen Orten mehr und bessere Möglichkeiten zum Mitmachen, Mitreden und Mitentscheiden zu geben.
Dass dies viele Potentiale beinhaltet, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Aber gute Beteiligungsprozesse zu organisieren ist gar nicht so einfach. Deshalb sind wir auf der Suche nach Gelingensbedingungen und  wollen, dass immer mehr Menschen davon erfahren.

Seit 2011 sind wir auf der Suche nach Faktoren, die die Beteiligung junger Menschen in Sachsen weiter entwickeln. Mittlerweile hat sich die Erkenntnis eingestellt, dass es selten schnelle und einfache Lösungen gibt - obwohl wir oft gleichzeitig viele motivierte Akteure erleben. Jugendbeteiligung ist ein sehr komplexes Thema und gestaltet sich in jeder Kommune und Schule, in jedem Jugendtreff und Verein unterschiedlich. Denn nicht nur die Rahmenbedingungen sind verschieden, sondern auch die Jugendlichen und die erwachsenen Akteure.
 

Passende Lösungen für komplexe Systeme

Wir haben die Herausforderung angenommen, ein Verfahren zu entwickeln, um individuelle Lösungen zu finden, die zu den Rahmenbedingungen, Jugendlichen und Erwachsenen vor Ort passen!

Standortfaktor Beteiligung

Wir begleiten  Kommunen zwei Jahre lang intensiv dabei, wirksame Jugendbeteiligung zu entwickeln. Gemeinsam mit allen relevanten Akteur*innen entwickeln wir passgenaue und nachhaltige Lösungen für die individuellen Herausforderungen vor Ort.

Standortfaktor Beteiligung

Wir geben unsere Erkenntnisse über gute Jugendbeteiligung gern weiter! Basierend auf unseren Erfahrungen seit 2011 entwickeln wir kontinuierlich div. Unterstützungsformen für unterschiedliche Kontexte, die wir egelmäßig optimieren und  an den aktuellen Bedarf anpassen.


Die externe Evaluation des Projektes in den Jahren 2013-2014 durch die Universität Bielefeld bestätigt die Wirksamkeit unseres Ansatzes: Im Abschlussbericht der Evaluation des Landesprogrammes „Weltoffenes Sachsen“ wird unser Ansatz in den Empfehlungen als einziger als „vielversprechend“ bezeichnet, um „Verhaltensänderungen über die Gestaltung sozialer Kontexte [zu] erreichen […] so dass demokratisches Handeln begünstigt wird." (Abschlussbericht zur Evaluation des Landesprogramms "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz?" 2014, S.50)

Ebenso die externe Evaluation des Projektes in den Jahren 2018-2019 durch IMAP – Institut Düsseldorf: „Ein zentraler Mehrwert besteht darin, dass ein perspektiv- und akteursübergreifender Austausch sowie eine tragfähige Kooperation zwischen kommunalen Akteuren außerhalb und innerhalb der Verwaltung erzielt wird. […] Der systemische Ansatz ermöglicht es, die begleitenden Akteure in einen Selbstlernprozess zu bringen.“ (IMAP / sprint (2019): Zwischenbericht. Projekt „Jugendgerechtigkeit als Standortfaktor“ des Trägers „Kinder- und Jugendring Sachsen e.V.“, S. 9)

„Der Ansatz, pro Kommune längere Laufzeiten (2 Jahre) zur Verfügung zu haben geht entsprechend in die richtige Richtung. […] Gemeinsame positive Erfahrungen sind der Schlüssel zum Aufbau von Sozialem Kapital und damit zur Entwicklung auf Dauer stabiler Beziehungsstrukturen, weshalb die in den kommunalen Projekten erreichten Erfolge in mehrfacher Hinsicht als sehr positiv und wirksam gewertet werden müssen.“ (IMAP / sprint (2018): Evaluation WOS. Netzwerkanalyse beim Kinder- und Jugendring Sachsen e.V., S. 10 f.)

Einen Zwei-Jahres-Prozess greifbar machen die folgenden drei Kurzfilme. Sie beschreiben einen Zwei-Jahres-Prozess am Anfang (6 Minuten), in der Mitte (11 Minuten) und am Ende (7 Minuten).


Das Projekt wird seit 2011 gefördert vom "Landesprogramm Weltoffenes Sachsen". Es wird somit mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des von Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

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Rico Riedel

Rico Riedel

Projekt Jugendgerechtigkeit als Standortfaktor